Handschuhe führen zu manuellen Einschränkungen. Diesesgilt auch bei der Kälteexposition ungeschützter Hände. Umüber einen Handschuhverzicht zu entscheiden, wird oft nachGrenzwerten gefragt. Die Literatur nennt z. B. 15 °C für dieHauttemperatur der Hand. Während einer einstündigen Kälteexposition(-5 °C, vLuft <1 m"s-1) von 16 männlichen, kälteakklimatisiertenProbanden mit adäquater Bekleidungsisolationdes Körpers und geringer metabolischer Wärmeentwicklung(ohne Handschuhe bzw. Ablegen der Handschuhe nach der43. Minute) wurden Hauttemperaturen am kleinen Finger derdominanten Hand bis zu einem Minimum von 7,3±1,8 °C( ±SD) beobachtet. Die Kältewirkung auf manuelle Koordinationund Greifkraft war vernachlässigbar. Die vorliegendenGrenzwerte der Literatur erlauben keine sichere Vorhersageüber manuelle Tätigkeiten in der Kälte.Verzichten kälteakklimatisierte Arbeitnehmer bei geringemArbeitsenergieumsatz und ausreichender Bekleidungsisolationdes Körpers auf isolierende Handschuhe, so können sieauch mit kalten Händen noch eine adäquate Arbeitsleistungerbringen, da Kälte nicht in dem Ausmaß zu manuellen Einschränkungenführt wie dicke Handschuhe. Dünne ("Kontakt-")Handschuhe können bei der Berührung von kaltenMetallen jedoch notwendig sein. Außerdem sind Expositionsdauerund insbesondere Wind und Nässe zu beachten.Eine Faustregel eignet sich als Sicherheitshinweis: Nur derwarme Körper darf in die Kälte! In der Kälte muss er warmgehalten werden