Zum 200. Geburtstag des unsterblichen Opernkomponisten. Aida, Nabucco, Rigoletto, Don Carlos, La Traviata - Giuseppe Verdis groe Opern sind von zeitloser Faszination. Ihre Heldinnen und Helden dienen als Spiegel der Realitt - und sind doch Ausdruck einer Wahrheit, die Verdi neu erfinden wollte. Er nutzte wie kein anderer die Leidenschaft als Handlungsmuster und schuf eine Musik, deren Emotionalitt das Publikum bis heute zu fesseln vermag. Christoph Wagner-Trenkwitz beleuchtet Verdis schpferische Entwicklung als Komponist, Librettist, Bhnenbildner - und als Politiker. Weil Verdi Geschichte nicht nur als Meister der Tne schrieb, sondern auch als Meister der Worte verzauberte, sind hier zudem seine schnsten Zitate zusammengestellt und in ihrer Wirkung kommentiert.
... ein Verdi-Buch für Entdecker, für Leser, die Lust haben, lesend in seine Musik genauer hineinzuhören, abseits des rein Biografischen.[Quelle: Christoph Vratz, dradio] Nach all dem Tiefgründeldem zum Verdi- und insbesondere zum Wagner-Jahr darf es auch einmal etwas unbeschwerter, leichtfüßiger Daherkommendes sein, so wie Christoph Wagner-Trenkwitz' Verdi-Buch. (...) Das entbehrt nicht des Charmes, so wie auch die an den Kapitelenden mitgeteilten persönlichen Erfahrungen mit einzelnen Opern vorzugsweise in Inszenierungen der Wiener Staatsoper diesen offenbaren. Man hat etwas den Eindruck, Wagner-Trenkwitz wolle in die Fußstapfen Marcel Prawys treten, nur ohne den heiligen Ernst, mit dem dieser für die Gattung Oper kämpfte. (...) Kühne Vergleiche- so der des "Macbeth" mit "Wozzek"-, interessante Quellenforschung ("Stiffelio"), Vergleiche zwischen Arien verschiedener Epochen mit Notenblättern ("Regnava in silenzio" mit "Tacea la notteplacida"), Entwicklungen von der Arie zum veristischen Monolog ( "Pari siamo"), Aufführungsprobleme ("traditionelle" Spitzentöne wie in "Rigoletto"): jeder der besprochenen Opern gewinnt Wagner-Trenkwitz eine neue Betrachtungsweise ab. (...) Nie kommt der Humor zu kurz, so in Betrachtungen über die Ägypten-Oper "Aida". [Quelle: OPERNFREUND, Ingrid Wanja] Verdi bezeichnet sich selbst in Schriftform als Bär, der mit seiner Pranke Harmonie zu schaffen weiss, auf genial-feinste Art und mit seiner autobiografisch-gestaltenden Signatur das synästhetisch ausstrahlt was er ist - ein Komponist vom Feinsten, Tiefen in der Musik über die Zeiten hinweg seinen Bogen* streicht. Das und vieles andere wie die Werke, sein Wirken und seine Weisheiten samt Werk/Register finden Interessierte in diesem hervorragend gelungenen "Versuch" über Verdi.[Quelle: kultur-punkt.ch]