Die drei Künstler der international renommierten Gruppe ZEBRA
Als Asmus, Nagel, Ullrich (geb. 1939, 1941, 1940) sich 1960 auf der Hamburger Kunsthochschule trafen, waren sie offenbar die Einzigen, die sich ein Leben nach der Moderne vorstellen konnten. Werner Haftmann (sic!) hatte im Katalog der documenta dekretiert: »Die Kunst ist abstrakt geworden.« Für alle Zeiten? Für die »Zebras« war die Abstraktion bereits Kunstgeschichte, sie »biss« nicht mehr. Wo blieb die malerische Auseinandersetzung mit den Erscheinungen unserer heutigen Welt, die sich durch Technisierung und die modernen Bildmedien seit dem Impressionismus radikaler verändert hat als in der gesamten (!) Menschheitsgeschichte davor?
Die Aufgabe lautete also, die formalen Errungenschaften der Moderne mit unserer sichtbaren Welt erfrischt kurzzuschließen: eine Jahrhundertaufgabe! Im Windschatten der hektischen Aufgeregtheiten der Kunstszene (und quer zu ihr) und zunehmend ins Irreale abdriftenden Vermarktung haben Asmus, Nagel und Ullrich ein Werk geschaffen, das den Weg zu diesem Ziel exemplarisch öffnet.
1964/65 wurde die international renommierte Künstlergruppe ZEBRA gegründet (bestehend aus Dieter Asmus, Peter Nagel und Dietmar Ullrich), deren Ziel es ist, einen für unsere Zeit verbindlichen »Neuen Realismus« zu schaffen, die Moderne in Richtung sichtbare Welt weiterzuentwickeln und so Kunst und Leben erneut zu verbinden.
Geschult an der Abstraktion, aufgewachsen mit der Fotografie, gelingt den Künstlern die exemplarische Verewigung heutiger Anblicke zu suggestiven Inbildern unserer Gegenwart. Beeinflusst wurden die Künstler dabei von Pablo Picasso, Francis Bacon und Jean Dubuffet, gemeinsame Ausstellungen fanden unter anderem in Aachen, Belgrad, Darmstadt, Hamburg, London und Rom statt.
Die Bände der drei Künstler sind einzeln sowie als Schuber (»Die Maler der Gruppe ZEBRA«) erhältlich.