Der amerikanische Prosa-Künstler Washington Irving hat mit seinen Erzählungen einen prägenden Einfluss auf die amerikanische Literatur ausgeübt. Das liegt an seiner sehr angenehmen Sprachgestaltung und dem Realitätsbezug des gewählten Gegenstands. Allerdings ummantelt er seine Geschichten ebenso gerne mit einem Grotesk-Phantastischen Gewand, so dass man zum einen nie weiß was als nächstes kommt und zum anderen immer das Gefühl vermittelt bekommt hautnah dabei zu sein, wobei einem die beschriebenen Szenen sofort an dem geistigen Auge vorüberzuziehen scheinen. Sein berühmtestes Werk ist "Das Skizzenbuch", hier Teil 11 derselbigen Reihe. In "Stratford am Avon" unternimmt Irving eine Wallfahrt zum Geburtsort Shakespeares, an welchem nebst erhalten gebliebenen Reliquien und Legenden über dessen wilde Jugendzeit eine Art konservierte Atmosphäre der Ewigkeit herrscht und diese nach wie vor Pilger aus allen Herren Länder magisch anzieht, denn so viele Unsterbliche hat die Menschheit ja nicht hervorgebracht. Anregend und bedächtig.