Burgen, Schwerter, Drachen, Mystik und Magie: Die Fantasy lebt von der Kraft mittelalterlicher Bilder. Aber sie erzählt in ihren verschiedenen Medien nicht einfach das historische Mittelalter nach, sondern erschafft ihre eigene, mediävalisierte, Form davon. Die Beiträge in diesem Heft bieten Einblicke, wie durch das Zusammenwirken von Nachahmung und Neuschöpfung Sekundärwelten entstehen, wie sie funktionieren und welche Bezüge sie zur Gegenwart aufzeigen. Dadurch wird deutlich, dass dieses populäre Mittelalter mehr ist als bloße Kulisse: Es erweist sich als Imaginationsraum, in dem Fragen von Macht, Identität, Geschlecht, Rassismus und Kolonialismus verhandelt werden.